
Heute möchte ich die Aufmerksamkeit auf ein Buch lenken, dass rund fünf Jahrzehnte alt ist und trotzdem bis zum heutigen Tag kaum etwas von seiner Kraft verloren hat – dies hauptsächlich wegen seines Bezugs auf ein zeitloses Entspannungsverfahren. Es ist Günther K. M. Hubers Werk „Neue Kraftreserven für Führungskräfte durch autogenes Training“, welches er bereits 1974 im Heyne Verlag gemeinsam mit J. E. Klausnitzer veröffentlichte und das ab 1979 allein unter seinem Namen erschien. Darum geht es inhaltlich: Viele Führungskräfte suchen nach Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge und der Stressbewältigung. Im Vordergrund steht hierbei der Wunsch nach voller Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit plus dauerhafter seelischer Ausgeglichenheit bei möglichst geringer Beeinträchtigung der körperlichen Belastbarkeit.
Hubers Werk beschäftigt sich in diesem Zusammenhang sehr ausführlich und praxisgerecht mit der Methode des autogenen Trainings. Im Buch selbst werden, so das Ziel, die Belange von Führungskräften, die oft unter viel zu kurzen Entspannungszeiten leiden, in vollem Umfang berücksichtigt. Dabei ist die von ihm dargestellte Methode des autogenen Trainings leicht und schnell erlernbar. Sie funktioniert auch heute noch und führt in kürzester Zeit zu Erfolgen, wie z. B. dem Abbau von Konzentrationsstörungen, die Beseitigung von Magenbeschwerden und Kopfschmerzen oder die Befreiung von Nervosität und innerer Unruhe.
Das von Huber propagierte Autogene Training sorgt zudem für eine Steigerung der Ausgeglichenheit sowie die Erhöhung der Belastbarkeit und der Souveränität bei der Konfliktbewältigung. Besonders interessant scheint mir ein Test, der der Leserschaft zeigt, wie sehr und wo genau diese stress-geschädigt ist. Darüber hinaus helfen speziell zusammengestellte Trainingsprogramme, Schlafstörungen und Nervosität auf natürliche Art zu unterbinden und so zu körperlicher und geistiger Ausgeglichenheit zu kommen.
Prof. Dr. Günther K. M. Huber ist Diplompsychologe (BDP) und Verhaltenstherapeut. Er hatte sich in seiner aktiven Zet im Grenzgebiet zwischen Psychologie und Medizin auf psychosomatische Störungen und Streßphänomene spezialisiert. Er leitete das Münchner psychomedica-Instituts, später stand er dem Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Tübingen vor. Günther arbeitete bis 2023 noch wissenschaftlich in den Bereichen der Qualitativen Sozialforschung und der Pädagogischen Psychologie sowie der Lehrerbildung und hat die Open-Source-Software AQUAD 7 zur Analyse qualitativer Daten entwickelt.
Hinweis: Ursprünglich mit leicht verändertem Text veröffentlicht am 11. Oktober 2022 auf dem VE.RA Blog!
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