Erich von Däniken: „Erinnerungen an die Zukunft: Ungelöste Rätsel der Vergangenheit“

Erich von Dänikens Weltbestseller „Erinnerungen an die Zukunft“ gibt es nun schon fast sechs Jahrzehnte. Ich selbst bekam das Buch 1969 von einer Bekannten meiner Mutter geliehen, weil ich damals ein absoluter Weltraumfahrt-/Astronomiefan war … und nach ihrem Tode vermachte sie es mir, „weil ich es damals so gemocht habe“, wie sie uns in einem Begleitbrief zu ihrem Testament schrieb: Es ist die 18. Auflage, wie es sie bereits im September 1969 gab, mit der Anmerkung „326 – 350.000 Tausend“ Exemplare.

Und das Buch hat bis heute – trotz aller Versuche, dem Autor pseudowissenschaftliche Fehleinterpretationen, mangelnderBeweise und methodischer Fehler nachzuweisen (was durchaus im einen oder anderen Fall auch gelang) – für die Leserschaft bislang wenig von seiner grundsätzlichen Faszination verloren, war es doch mit das erste, das auf dem Konzept der „Prä-Astronautik“ basierte. Zahlreiche bis dato unerklärlich scheinende archäologische Funde und viele Hinweise in den ältesten Schriften der Menschheit ver­anlassten den Schweizer Autor in den 1960er Jahren, den ungelösten Rätseln der Vergangenheit nachzuspüren. Von Däniken gelangte dabei zu verblüffenden Erkenntnissen, die für viele Menschen einen Anstoß darstellten, etablierte Vorstellungen von der Frühgeschichte auf unserer Erde zu überprüfen. Sie eröffneten auch für Hollywood-Regisseure wie Stephen Spielberg, Ridley Scott oder Roland Emmerich erregende Ausblicke auf die technischen Entwicklungen von gestern, heute und morgen.

Von der wissenschaftlichen Community weitgehend abgelehnt, baute sich Erich von Däniken dank seiner „Erinnerungen an die Zukunft“ bis heute (er wurde gerade 90 Jahre alt) ein kleines Imperium auf mit inzwischen mehreren Dutzend Büchern, Kinofilmen und Videos, einer Stiftung, der internationalen Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI (= Search for Extraterrestrial Intelligence) und jahrzehntelangen Vortragsreisen in der ganzen Welt. Fakt ist: Der Autor beschreibt in diesem Buch erstmals seine Theorien zu Begegnungen der dritten Art, die man – sofern man dies möchte – ernst nehmen kann oder auch nicht; interessant sind seine Thesen und Theorien allemal. Und er schafft es tatsächlich, seiner Leser:innen zum Nachdenken zu bringen. Dadurch ist es auch heute noch aus meiner Sicht eine Empfehlung wert.

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